GrooveDMXEnglishTester werden

Anleitung

So funktioniert GrooveDMX.

Die App hört die Musik mit, erkennt Takt, Abschnitt und Genre, wählt daraus ein Lichtbild und schreibt vierundvierzigmal je Sekunde 512 DMX-Kanäle aufs Kabel. Alles auf dem Handy, ohne Internet. Diese Anleitung erklärt jede Funktion, von der ersten Show bis zur Fehlersuche.

Die erste Show

  1. Interface anstecken: ein USB-DMX-Kabel mit FT232-Chip ans Handy, oder ein Art-Net-Interface ins selbe WLAN.
  2. Im Aufbau die Geräte anlegen: Profil wählen, DMX-Adresse eintragen, Stellung im Raum setzen.
  3. Auf der Startseite die Musikquelle wählen: Mikrofon oder eigener Ordner.
  4. Show starten. Die App hört zu, erkennt den Takt und legt los.
  5. Im Pult nachschärfen: Genre prüfen, Lichtbilder abhaken, Regler nachziehen.

Ohne Interface läuft die Show trotzdem. Die Raumansicht zeigt, was auf der Anlage passieren würde, und eignet sich zum Einrichten auf dem Sofa.

Was im Hintergrund passiert

Der Weg vom Ton bis zum Kabel ist immer derselbe. Wer einen Fehler sucht, geht ihn von vorn durch, genau wie die Selbstprüfung in der App.

Aufnahme
Mikrofon oder eingebauter Player. Am Mikrofon kommt der ganze Raum mit, beim Player hört sich die App selbst zu: kein Hall, keine Verzögerung.
Analyse
Sechsundachtzigmal je Sekunde: Frequenzbänder, Rauschprofil, Pegel. Daraus Tempo, Abschnitte und Perkussion.
Erkennung
Tempo mit Sicherheitswert, Abschnitte von Stille bis Ausklang, Kick, Clap und Hi-Hat getrennt, Genre aus sechs Klangmerkmalen.
Show
Je Abschnitt ein Lichtbild, dessen Effekte übereinandergelegt werden. Farbstimmung, Gobowahl und Gruppenmuster laufen daneben weiter.
Ausgabe
Versatz nach Stellung im Raum, Nachglimmen am Takt gemessen, dann 512 Kanäle über USB oder Art-Net.

Der Bildtakt hängt an der Ausgabe, nicht an der Analyse. Sonst liefe die Uhr der Show in Schüben, weil die Tonhardware schubweise liefert.

Die Bildschirme

Die Reihenfolge folgt der Frage, die man im Raum zuerst hat: läuft es, was soll es tun, wie sieht es aus.

Startseite
Läuft es, was soll die Show tun, Vorschau mit Tempo, Abschnitt und Ausgabe, Musikquelle und Schnellzugriffe.
Pult
Genre, was gerade ankommt, die Lichtbilder, die vier Regler und die Kanalvorschau.
Aufbau
Geräte anlegen, Profil und Adresse wählen, Stellung im Raum, Bewegungsfenster, Raummaße.
Farbe
Farbsatz oder feste Farben wählen, dazu die Gobowahl und eine Vorschau des Raums.
Einstellungen
Helligkeit, Ausgabeweg, Sprache, Pro und Club, Sicherheitshinweise und Rechtliches.

Betriebsarten

Mikrofon
Die App hört den Raum. Die Verstärkung gleicht leise Anlagen aus, der Pegel wird am Grundrauschen des Raums gemessen.
Eigener Player
Die App spielt Musik aus einem freigegebenen Ordner und hört sich selbst zu. Kein Raumhall, kein Schallweg, das Mikrofon bleibt aus. Teil von Pro.
KI-Modus
Plant den Ablauf eines Titels im Voraus aus der selbst gemessenen Songkarte. Rechnet auf dem Handy, ohne Server. In dieser Betriebsart wählt die App die Bilder selbst, die Auswahl im Pult entfällt. Teil von Pro.
Bass-Lichtorgel
Das Licht läuft als Welle durch den Raum und blinkt auf den erkannten Schlag. Gobos bleiben offen, die Köpfe zeigen auf den Boden, und sie fahren nur bei dunkler Lampe an einen neuen Punkt.

Lichtbilder wählen

Ein Lichtbild ist eine Handvoll Effekte übereinander. Im Pult hakst du an, was vorkommen darf.

Ein Tipp hakt ein Bild an oder ab. Wer den Finger liegen lässt, sieht es sofort auf der Anlage, solange er hält. Danach läuft die Show weiter, wo sie war. Die Vorschau beginnt erst nach knapp zwei Zehnteln, sonst flackert bei jedem Antippen ein fremdes Bild über die Anlage.

Nichts angehakt heißt nicht dunkel, sondern der übliche Vorrat. Angezeigt wird immer die rohe Auswahl, damit man sieht, was man selbst entschieden hat.

Die 17 Groove-Bilder
Kreisen, Pendeln, Schwenken, Kreiseln, Welle, Weitergabe, Stakkato, Gegenlauf, Bänder, Farbregen, Getreten, Streuung, Fächer, Sog, Gegenwelle, Herzschlag und Zug.
Die großen Momente
Intro, Break, Aufbau, Drop, Eskalation, Ausklang, Blitzgewitter, Atmen, Standlicht, Stille und Ruhelicht. Die wählt die Show nach Abschnitt selbst.
Blaulicht
Rundumlicht wie auf einem Einsatzfahrzeug: Rot und Blau im Wechsel, gerade und ungerade Köpfe gegenphasig, sechs Takte für hin und zurück. Nur von Hand, die Automatik streut es nicht ein.
Scheinwerfer
Ein gerichteter Strahl statt einer Fläche. Ebenfalls nur von Hand.
Magnet
Vor dem Drop kriechen die Köpfe zur Mitte und flackern, zum Drop fahren sie auseinander. Beides hängt an der Musik, nicht an einer eigenen Uhr.

Die vier Taster

Blackout, Nebel, Blind und Strobo tragen ein Zeichen statt eines Worts. Das sind die Knöpfe, nach denen man greift, während man woanders hinsieht.

Blackout
Schaltet alles dunkel und bleibt an, bis du ihn wieder ausschaltest. Auch bei gesperrtem Pult erreichbar.
Nebel
Schaltet die Nebelmaschine, bleibt ebenfalls an.
Blind
Arbeitslicht, solange der Finger liegt. Geht absichtlich an der Gesamthelligkeit vorbei: Wer ihn drückt, will jetzt sehen.
Strobo
Stroboskop von Hand, ebenfalls nur solange gedrückt wird. Ein Arbeitslicht, das man versehentlich anlässt, beleuchtet den Rest des Abends die Tanzfläche.

Die Regler

Vier Regler gehören zum Genre und stellen sich beim Genrewechsel um: Intensität, Übergang, Versatz und Bewegungstempo. Was du von Hand einstellst, gehört diesem Genre und steht beim nächsten Mal wieder da. Der Knopf „Regler auf Genre zurücksetzen“ vergisst die eigene Einstellung.

Zwei Regler bleiben bewusst draußen, weil sie den Raum beschreiben und nicht die Musik: Gesamthelligkeit und Mindesthelligkeit. Ein Genrewechsel, der unvermittelt die Helligkeit im Raum verstellt, wäre eine böse Überraschung.

Intensität
Wie hart die Show zupackt. Techno steht ab Werk auf 0,95, Ruhig auf 0,57.
Übergang
Wie weich Helligkeiten nachlaufen. Blitze sind ausgenommen, die gehen ungebremst hinaus.
Versatz
Wie stark Geräte nach ihrer Stellung im Raum nacheinander reagieren.
Bewegungstempo
Wie schnell Moving Heads unterwegs sind, gedeckelt auf 8 bis 90 Grad je Sekunde. Ein Kopf, der schneller angesteuert wird, als er fahren kann, zeigt weniger Bewegung, nicht mehr.

Farbe und Gobos

Farbsatz
Siebzehn Sätze, dazu einer aus eigenen Farben. Die Show vergibt sie reihum, immer nach Stellung im Raum: Nachbarn bekommen dieselbe Farbe, sonst wird es Konfetti.
Feste Farben
Eine feste Farbe heißt Stillstand, mehrere heißen Wechsel zwischen genau diesen. Farbsatz und feste Farben schließen sich aus.
Wie viel Farbe
Zwei, höchstens drei Farben gleichzeitig im Raum. Mehr sieht auf dem Papier lebendig aus und im Raum wie eine Kirmesbude.
Gobos
Nach Namen gewählt, nicht nach Platznummer, weil zwei Köpfe ihre Punkte auf verschiedenen Plätzen des Rades haben. Ein Gobo steht mindestens vier Sekunden, sonst fährt das Rad öfter, als es steht.

Aufbau und Raum

Die App rechnet mit der Stellung im Raum, nicht mit der Gerätenummer. Nur deshalb läuft eine Welle durch die Hütte und nicht durch den Adressplan.

Geräte anlegen
Profil wählen, DMX-Adresse setzen, Namen vergeben. Ein Aufbau, der nur halb verstanden wurde, wird abgewiesen statt gedeutet.
Stellung
Wo das Gerät im Raum hängt oder steht. Danach richten sich Wellen, Lauflichter und die Farbverteilung.
Bewegungsfenster
Der erlaubte Bereich für Schwenk und Neigung. Ohne ihn leuchtet der Kopf in die Wand oder den Gästen ins Gesicht.
Raummaße
Breite, Tiefe und Höhe. Damit zielen Weitergabe und Bodenpunkte auf echte Stellen im Raum.
Raumansicht
Zeigt den Aufbau von oben und die Strahlen. Gut zum Einrichten, auch ohne angeschlossene Anlage.

Ausgabe und Dauerbetrieb

USB
Kabel mit FT232-Chip, dazu Enttec und uDMX. Das Handy braucht USB-Host, also OTG.
Art-Net
Über das WLAN an ein Interface im selben Netz. Die App hält dabei zusätzlich das Funkmodul wach, sonst schiebt Android die Pakete zusammen und die Show stockt.
Bildschirm aus
Die Show läuft als Vordergrunddienst weiter, mit Stoppknopf in der Benachrichtigung.
Kein Server
Die Berechtigung „Internet“ ist nur für Art-Net im eigenen Netz nötig. Es geht nichts nach außen.

Pro und Club

Gesperrtes bleibt sichtbar und trägt ein Schloss, nichts wird versteckt. Nach dem Kauf ist die eigene Wahl sofort wieder da, weil sie die ganze Zeit gespeichert bleibt.

Player (Pro)
Musik aus einem eigenen Ordner abspielen und auswerten.
KI-Modus (Pro)
Den Ablauf eines Titels im Voraus planen.
Mehr Geräte (Pro)
Gratis gibt acht Geräte aus. Ein größerer Aufbau bleibt vollständig gespeichert, die übrigen Geräte bleiben dunkel, und die Liste sagt mit Namen, welche.
PIN-Sperre (Club)
Sperrt das Pult vor fremden Händen. Nach fünf Versuchen wächst die Wartezeit. Der Blackout bleibt immer frei.
Selbststart (Club)
Die App wird Startbildschirm und startet die Show nach dem Hochfahren, auch nach einem Stromausfall.
Ersatzshow (Club)
Nach zwei Sekunden Stille läuft ein gewähltes Bild mit festem Probetakt weiter, damit der Raum nicht dunkel wirkt.
Öffnungszeiten (Club)
Wochentage mit Start- und Endzeit. Außerhalb bleibt alles dunkel, innerhalb läuft die Show von selbst. Blind und Strobo gehen trotzdem, und eine Zeit über Mitternacht zählt zum Starttag.
Räume (Club)
Gespeicherte Aufbauten mit einem Tipp wechseln, etwa für zwei Räume im selben Haus.

Wenn etwas nicht stimmt

Kein Licht
Erst die Selbstprüfung in der App, dann den Signalweg von vorn: Quelle, Pegel, Tempo, Ausgabeweg, Adresse. Prüfe die Mindesthelligkeit, manche Lampen machen unter einem Schwellenwert gar kein Licht.
Show reagiert nicht auf die Musik
Am Mikrofon die Verstärkung nachziehen. Unter 25 Prozent Sicherheit beim Tempo verlässt sich die Show bewusst nicht auf das Raster.
Bewegung zittert
Bewegungstempo herunter oder die Umlaufzeit verlängern. Ein Ziel, das um das ganze Fenster springt, lässt der Bewegungsgrenze keine Rampe.
Köpfe leuchten falsch hin
Das Bewegungsfenster im Aufbau prüfen. Eine Zahl im Fenster ist keine Richtung im Raum.
Show stockt über WLAN
Art-Net braucht ein stabiles Netz. Bei ausgeschaltetem Bildschirm hält die App das Funkmodul wach, ein überlastetes WLAN bleibt trotzdem ein Problem.
Nur acht Geräte leuchten
Das ist die Grenze der kostenlosen Fassung. Welche Geräte dunkel bleiben, steht mit Namen in der Geräteliste.

Sicherheit

Stroboskop
Die App blinkt bis zu zwölfmal je Sekunde. Das kann bei lichtempfindlicher Epilepsie Anfälle auslösen. Weise dein Publikum vorher deutlich darauf hin.
Laser
Nur nach Herstellerangaben und geltenden Vorschriften betreiben. Ab Klasse 3R ist ein Laserschutzbeauftragter nötig. Nie auf Augen oder ins Publikum richten.
Aufhängung
Geräte sicher befestigen und zusätzlich sichern. Die Bewegungsgrenzen der App ersetzen keine mechanische Sicherung.
Nebel
Nebel kann Rauchmelder auslösen. Vorher mit dem Betreiber des Raums klären.
Notaus
Halte immer einen Weg bereit, das Licht unabhängig von der App auszuschalten.